Besuch Pater Lagleder

Hans-Scholl-Realschüler erfüllen große Wünsche

Dank ihres sportlichen Engagements dürfen Kinder in Südafrika die Schule besuchen

Die vierte Unterrichtsstunde fällt dieses Mal aus. Stattdessen sitzen 150 Schüler der Hans-Scholl-Realschule in Weiden in der Aula und lauschen gespannt dem Vortrag des Missionspaters Gerhard Lagleder. Der Missionar erzählt von einem acht Jahre alten Jungen aus Südafrika. Siyanda ist Vollwaise und lebt im Kinderheim seiner Missionsstation. Mithilfe des Sponsorenlaufs erfüllten die Realschüler in Weiden Siyandas großen Wunsch: zur Schule gehen und lernen zu dürfen!

Denn in Südafrika darf man sich glücklich schätzen, wenn man die Schule besuchen darf. Sie kostet viel Geld, das die armen Menschen nicht haben. Deshalb ist der gebürtige Regensburger Benediktinermönch, Pater Gerhard Lagleder, wieder einmal in der Oberpfalz und sammelt Spenden. „Ich bin hauptberuflich Bettler“, lacht er und berichtet den aufmerksamen Realschülern von seiner Arbeit in den Slums von Südafrika. Viele Aidskranke verbringen ihre letzten Tage in der Hospizstation seiner Mission. Wenn sie sterben, bleiben ihre Kinder zurück. Der Pater nimmt sie in seinem Kinderheim auf, wo sie ein liebevolles neues Zuhause finden.

Einer von ihnen ist Siyanda. Seine Eltern sind beide am HI-Virus gestorben. „Aber Siyanda ist ein guter Junge und will lernen. Deshalb bedanke ich mich sehr für euren tollen Einsatz“, sagt Lagleder zu den Fünft- und Sechstklässlern in der Realschule in Weiden. Sie erleben heute aus erster Hand, wofür die Spenden verwendet werden, die sie jedes Jahr beim Sponsorenlauf einsammeln. Unter der Leitung von Betreuungslehrerin Stefanie Oppitz laufen die Jungs Runde für Runde um den Realschulsportplatz herum und kassieren dafür Geld von ihren Sponsoren, den Eltern, Tanten oder Großeltern.

„Für die Hans-Scholl-Realschule ist es schon Tradition, die Arbeit von Pater Lagleder tatkräftig zu unterstützen“, betont Direktor Dr. Michael Meier. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Vilseck gibt Hoffnung e.V.“ helfen die Realschüler Kindern und Jugendlichen im Süden Afrikas. „Wir sind sehr dankbar für diese beständige Partnerschaft“, freut sich Vereinsvorsitzender Franz-Josef Einhäupl. Dank der Hilfe der Hans-Scholl-Realschule in Weiden und vieler anderer Sponsoren konnte der Verein bisher rund 85 000 Euro nach Südafrika überweisen.

Da ist jeder Cent gut angelegt und kommt zu 100 Prozent den Hilfsprojekten der Bruderschaft des seligen Gérard zugute. Pater Gerhard Lagleder legte im Jahr 1992 den Grundstein für den katholischen Hilfsverein, der nach dem Gründer des Malteserordens benannt ist. Der Verein betreibt eine Missionsstation im Zululand nördlich von Durban, die neben Hospiz und Aids-Behandlungszentrum einen Kindergarten, ein Kinderheim sowie einen Stipendien-Fonds beherbergt. Aus diesem Fonds wird die Bildung begabter Kinder armer Eltern finanziert.

Denn die Ausbildungskosten in Südafrika sind hoch, eine Lehr- und Lernmittelfreiheit wie in Deutschland gibt es nicht. Die Eltern müssen alle Schul- und Studiengebühren selbst bezahlen. Die monatlichen Ausbildungskosten liegen beispielsweise für das Lehramtsstudium bei 67 Euro, für das Studium der Medizin bei rund 384 Euro. „Da Bildung das Fundament für eine bessere Zukunft ist, ist unser Stipendien-Fonds eine wichtige Säule der Armutsbekämpfung“, erzählt der Pater. Allein in 2017 besuchten dank der Zuwendungen aus dem Fonds 242 Kinder und junge Erwachsene eine Schule oder eine Universität.

 

Siyanda ist einer von ihnen. Und dass er mit einer guten Schulbildung eines Tages dem Teufelskreis der Armut entfliehen kann, hat er mitunter seinen Freunden in der Hans-Scholl-Realschule im weit entfernten Weiden zu verdanken.

 

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